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Brückenbauarbeiten an einem Erddamm haben die Anfahrt der acht Musiker erheblich verzögert. So benötigten sie für die eigentlich recht kurze Reise in das schöne inmitten der Feldberger Seenlandschaft gelegene Fürstenhagen ganze zwei Stunden. Die Umleitung jedoch war nicht das einzige Hindernis: ein Cembalo musste eigens für das Konzert mehrere Stunden vorher in den Südosten Mecklenburgs transportiert und aufwändig gestimmt werden.
Das Ensemble "Alte Musik" probt seit mehreren Monaten für das Fürstenhagener Förderpreiskonzert. Die zwei Blöckflötistinnen, der Cembalist und der Gitarrist spielten am vergangenen Sonnabend eine Sonate in F-Dur von Johann Christoph Pepusch, einem Berliner Komponisten, der von seinem Geburtsort ausgehend in ganz Europa tätig war und in dessen barocken Stücken die Blockflöte einen besonders großen Stellenwert besaß. Bezeichnenderweise gründete Pepusch 1710 die "Akademie für Alte Musik", die sich der historischen Aufführungspraxis widmete. Inzwischen gehört auch seine Sonate zur Alte Musik und die jungen Musiker versuchen das Stück so klingen zu lassen, wie es zu Pepuschs' Zeiten gespielt worden wäre.
Ganz andere Wege hingegen hat das Stavenhägener Violinquartett der Lehrerin Annette Frick beschritten. Die vier Zehn- und Elfjährigen haben ein Programm mit einem witzig arrangiertem amerikanischen Volkslied "Old McDonald", ein plattdeutsches Stück mit wunderschönem Gesangspart, und vielen weiteren frechen Stücken eingeübt, was sie auf der Bühne der Kirche darboten.
Der Glauben, dass bei der Generalprobe immer etwas schief laufen muss, damit der eigentliche Auftritt gut klappen würde, hat sich bestätigt: die Acht der Malchiner Musikschule gaben in der Fürstenhagener Kirche, welche vor fast 140 Jahren nach zweijährigem Neubau feierlich eingeweiht wurde, ihr Bestes! Sichtlich stolz kehrten die acht Musiker, ihre Eltern und ihre Lehrerinnen Karin Knöfel, Bettina Berg und Annette Frick von dem Konzert zurück.
"Die beiden Quartette haben wirklich sehr musikalisch und emotional gespielt," berichtet Karin Knöfel, Leiterin der Musikschule und Lehrerin der beiden Blockflötistinnen, "sie sind sehr sicher und souverän aufgetreten".
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