Die Ferien endeten für 16 Streicher, Blockflötisten und Gitarristen bereits einen Tag früher. Zugegebenermaßen hatten die Jugendlichen ihre Schwierigkeiten, am ersten Tag nach Ostern, bereits um 10 Uhr konzentriert mitzuarbeiten. Nach einer kurzen Einspielzeit wichen jedoch Müdigkeit und Dissonanzen und die vielen Solisten ließen den Klang ihrer unterschiedlichsten Instrumente zu einem verschmelzen. Das Projekt "Alte Musik" der Musikschule Malchin ist inzwischen Tradition geworden: im Frühjahr formiert sich die Gruppe aus interessierten Neulingen und alten Hasen, die schon in den letzten Jahren Werke alter Meister intonierten. Die Musik stammt von Komponisten des späten 16. Jahrhunderts wie dem Flamen Pierre Phalèse und dem Norddeutschen Hieronymus Praetorius. Ursprünglich hat sich die Gruppe für den trinationalen Städteaustausch "Europart" der Stadt Malchin mit Sczerencz (Ungarn) und Hesperange (Luxemburg) gegründet, inzwischen spielen die Schüler aufgrund des großen Erfolgs regelmäßig auf verschiedenen Bühnen, wie zum Beispiel der des Schlosses Ulrichshusen. Das nächste Konzert wird jedoch am Freitag, den 24. April bei der Kulturnacht im Fritz-Greve-Gymnasium Malchins stattfinden. Dort werden die Musiker das Ergebnis der drei intensiven Proben und den unzähligen Stunden eigenen Studiums präsentieren. Karin Knöfel und Fridolin Zeisler, die beiden musikalischen Leiter des Ensembles, sind sich einig: "Für ein solches Konzert ist die Vorbereitung das Wichtigste! Die Stücke müssen schon in den Proben so gut klappen, dass sich die Musiker am nächsten Freitag sicher auf der Bühne fühlen." Bei der Kulturnacht werden die "Alten Musiker" neben zahlreichen anderen kulturellen Beiträgen der Schulen in und um Malchin durch das Ensemble "Neue Musik", die Malchiner Stadtmusikanten, die Gruppe "querbeet" und das Streichorchester der Musikschule unterstützt.
Vielen Dank für das Lesen dieses Beitrags. Wir würden uns besonders freuen, wenn Sie uns auf Twitter folgen würden.
|